Baufinanzierungsrechner: Rate, Restschuld & Tilgungsplan

Zuletzt aktualisiert am 15. September 2026 · Redaktion dein-hauskredit.de

Mit dem Baufinanzierungsrechner siehst du in wenigen Sekunden, welche monatliche Rate aus deinem Wunschobjekt entsteht, wie viel Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung übrig bleibt und wie viel Zinsen du bis dahin zahlst. Zusätzlich zeigt dir der Tilgungsplan Jahr für Jahr, wie sich dein Darlehen entwickelt – auch mit jährlichen Sondertilgungen.

Kurz erklärt: Die monatliche Rate eines Annuitätendarlehens ergibt sich aus Darlehenssumme × (Sollzins + anfängliche Tilgung) ÷ 12. Die Rate bleibt über die Zinsbindung gleich, der Tilgungsanteil wächst mit jeder Zahlung.

Baufinanzierungsrechner: Rate und Tilgungsplan berechnen

je nach Bundesland ca. 5–13 %

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Der Rechner ermittelt die Darlehenssumme automatisch aus Kaufpreis, Kaufnebenkosten und Eigenkapital. Alle Berechnungen laufen direkt in deinem Browser, es werden keine Daten gespeichert.

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Die Eingaben im Rechner erklärt

Kaufpreis und Kaufnebenkosten

Der Kaufpreis ist der im Kaufvertrag vereinbarte Betrag. Hinzu kommen Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls eine Maklerprovision. Je nach Bundesland summieren sich diese Kaufnebenkosten auf etwa 5 bis 13 Prozent des Kaufpreises. Den genauen Wert für dein Bundesland ermittelst du mit unserem Kaufnebenkostenrechner.

Eigenkapital

Als Eigenkapital gibst du den Betrag ein, den du tatsächlich in die Finanzierung einbringen möchtest – nach Abzug einer Notfallreserve. Das Eigenkapital wird zuerst auf die Nebenkosten angerechnet, der Rest senkt die Darlehenssumme. Warum ein höherer Anteil meist zu besseren Zinsen führt, erklären wir auf unserer Seite zum Eigenkapital bei der Baufinanzierung.

Sollzins

Der Sollzins ist der vertraglich vereinbarte Zinssatz, auf dessen Basis die Zinsen berechnet werden. Er liegt etwas unter dem Effektivzins, der zusätzlich bestimmte Kosten und die monatliche Zahlweise berücksichtigt. Mitte September 2026 lagen die Top-Konditionen für zehn Jahre Zinsbindung bei gutem Eigenkapitalanteil um 4 Prozent – die Einordnung findest du auf unserer Seite zu den Bauzinsen.

Anfängliche Tilgung und Zinsbindung

Die anfängliche Tilgung legt fest, welcher Anteil des Darlehens im ersten Jahr zurückgezahlt wird. Weil die Zinsen mit sinkender Restschuld kleiner werden, steigt der Tilgungsanteil danach automatisch. Die Zinsbindung bestimmt, wie lange der Zinssatz fest vereinbart ist – für die danach verbleibende Restschuld brauchst du eine Anschlussfinanzierung.

Jährliche Sondertilgung

Viele Darlehensverträge erlauben Sondertilgungen von meist 5 bis 10 Prozent der ursprünglichen Darlehenssumme pro Jahr. Der Rechner zieht den eingegebenen Betrag jeweils am Jahresende von der Restschuld ab. Mehr zu Vertragsgestaltung und Wirkung liest du auf unserer Seite zur Sondertilgung.

Beispielrechnung: Wie die Tilgung die Laufzeit verändert

Angenommen, du kaufst eine Immobilie für 400.000 Euro, rechnest mit 10 Prozent Kaufnebenkosten und bringst 80.000 Euro Eigenkapital ein. Die Darlehenssumme beträgt dann 360.000 Euro. Bei einem Sollzins von 3,8 Prozent und zehn Jahren Zinsbindung ergeben sich je nach Tilgungssatz folgende Werte:

Anfängliche TilgungMonatliche RateRestschuld nach 10 JahrenZinsen in 10 JahrenGesamtlaufzeit*
1,0 %1.440 €316.288 €129.088 €ca. 41 Jahre
2,0 %1.740 €272.576 €121.376 €ca. 28 Jahre
3,0 %2.040 €228.863 €113.663 €ca. 22 Jahre
4,0 %2.340 €185.151 €105.951 €ca. 18 Jahre
2,0 % + 5.000 € Sondertilgung/Jahr1.740 €212.914 €111.714 €ca. 20 Jahre

* Gesamtlaufzeit unter der vereinfachten Annahme, dass der Sollzins auch nach der Zinsbindung unverändert bleibt. Werte gerundet.

Die Tabelle zeigt einen wichtigen Zusammenhang: Schon ein Prozentpunkt mehr Tilgung verkürzt die Laufzeit um viele Jahre und senkt die Restschuld nach zehn Jahren um mehr als 40.000 Euro. Gleichzeitig steigt die monatliche Belastung um 300 Euro. Regelmäßige Sondertilgungen erzielen einen ähnlichen Effekt, lassen dir aber die Freiheit, in finanziell engeren Jahren darauf zu verzichten.

Wie stark sich der Zinssatz auswirkt

Ebenso aufschlussreich ist der Blick auf unterschiedliche Zinssätze. Bei gleicher Darlehenssumme von 360.000 Euro und 2 Prozent anfänglicher Tilgung verändern schon wenige Zehntelprozentpunkte die Kosten spürbar:

SollzinsMonatliche RateRestschuld nach 10 JahrenZinsen in 10 Jahren
3,3 %1.590 €274.835 €105.635 €
3,8 %1.740 €272.576 €121.376 €
4,3 %1.890 €270.238 €137.038 €

Werte gerundet, Darlehenssumme 360.000 €, anfängliche Tilgung 2 %.

Ein Prozentpunkt Zinsunterschied bedeutet in diesem Beispiel mehr als 31.000 Euro Zinskosten allein in den ersten zehn Jahren. Deshalb lohnt sich ein Vergleich mehrerer Angebote – und ein genauer Blick darauf, wie sich Eigenkapital, Beleihungsauslauf und Bonität auf den angebotenen Zinssatz auswirken.

Was der Rechner bewusst vereinfacht

Damit das Ergebnis leicht verständlich bleibt, arbeitet der Rechner mit einigen Vereinfachungen. Er geht von einem einzigen Annuitätendarlehen aus und rechnet nach der Zinsbindung mit demselben Zinssatz weiter, obwohl der Anschlusszins höher oder niedriger ausfallen kann. Bereitstellungszinsen, Teilauszahlungen beim Neubau und tilgungsfreie Anlaufjahre von Förderdarlehen werden nicht berücksichtigt.

Außerdem vergleichen Banken die Darlehenssumme nicht mit dem Kaufpreis, sondern mit dem selbst ermittelten Beleihungswert, der oft einige Prozent darunter liegt. Die angezeigte Quote ist daher nur ein Näherungswert. Für eine belastbare Kalkulation – etwa mit KfW-Förderdarlehen als zusätzlichem Baustein – empfiehlt sich ein individueller Vergleich.

Tipps für eine solide Finanzierungsplanung

  • Plane die monatliche Rate so, dass nach allen Fixkosten noch ein Puffer für unerwartete Ausgaben bleibt. Unser Budgetrechner hilft dabei.
  • Wähle eine anfängliche Tilgung von mindestens 2 Prozent, damit die Restschuld beim Ende der Zinsbindung überschaubar bleibt.
  • Rechne die Restschuld mit einem höheren Anschlusszins durch, um das Zinsänderungsrisiko einschätzen zu können.
  • Vereinbare kostenlose Sondertilgungsrechte und einen möglichen Tilgungssatzwechsel, um flexibel zu bleiben.

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Häufige Fragen

Wie hoch sollte die anfängliche Tilgung sein?

Als Orientierung gelten mindestens 2 Prozent, bei ausreichendem Budget auch 3 Prozent oder mehr. Eine höhere Tilgung senkt die Restschuld nach der Zinsbindung und damit das Risiko steigender Anschlusszinsen.

Warum bleibt die Rate gleich, obwohl ich tilge?

Beim Annuitätendarlehen ist die Rate über die Zinsbindung konstant. Mit jeder Zahlung sinkt die Restschuld und damit der Zinsanteil – der frei werdende Betrag fließt automatisch in die Tilgung.

Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins?

Der Sollzins ist der reine Vertragszins für die Zinsberechnung. Der Effektivzins bezieht zusätzlich die unterjährige Zahlweise und bestimmte Kreditkosten ein und eignet sich deshalb besser zum Vergleich von Angeboten.

Kann ich die Nebenkosten mitfinanzieren?

Das ist bei manchen Banken möglich, führt aber zu einem Darlehen über dem Kaufpreis und in der Regel zu spürbaren Zinsaufschlägen. Mehr dazu erfährst du auf unserer Seite zur Baufinanzierung ohne Eigenkapital.

Was passiert mit der Restschuld nach der Zinsbindung?

Für die Restschuld schließt du eine Anschlussfinanzierung ab – entweder bei deiner bisherigen Bank oder bei einem neuen Anbieter. Der dann gültige Zinssatz bestimmt, wie hoch die Rate in der nächsten Phase ausfällt.

Berücksichtigt der Rechner Förderdarlehen?

Nein, der Rechner bildet ein klassisches Bankdarlehen ab. Förderdarlehen mit eigenen Konditionen können die Gesamtkosten senken und sollten in einer individuellen Beratung einbezogen werden.

Über diese Inhalte

Erstellt und geprüft von der Redaktion dein-hauskredit.de nach unseren redaktionellen Auswahlkriterien. Stand: 15. September 2026.

Quellen:

dein-hauskredit.de ist eine unabhängige Informationsplattform und vermittelt Anfragen kostenlos an ein Netzwerk von Finanzierungsexperten. Wir beraten nicht selbst. Die Inhalte ersetzen keine individuelle Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Angaben ohne Gewähr – maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen der Banken und Förderinstitute.

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