Budgetrechner: Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Zuletzt aktualisiert am 15. September 2026 · Redaktion dein-hauskredit.de

Die wichtigste Frage vor jeder Immobiliensuche lautet: Wie viel Haus kann ich mir leisten? Unser Budgetrechner beantwortet sie aus der Perspektive deines Haushalts – nicht aus der Sicht eines Verkäufers. Aus Einkommen, Ausgaben und Eigenkapital ermittelt er die monatliche Rate, die du dauerhaft tragen kannst, und den Kaufpreis, der sich daraus realistisch ergibt.

Faustregel: Als Orientierung gilt: Die monatliche Kreditrate sollte höchstens 35 bis 40 Prozent deines Haushaltsnettoeinkommens betragen – und nach Abzug aller Kosten muss noch ein Puffer für Unvorhergesehenes bleiben.

Budgetrechner: Wie viel Haus kann ich mir leisten?

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So rechnet der Budgetrechner

Der Rechner geht in drei Schritten vor – ganz ähnlich wie eine Bank bei der Haushaltsrechnung. Zuerst zieht er von deinem Nettoeinkommen alle regelmäßigen Ausgaben ab: Lebenshaltungskosten, sonstige Fixkosten und die laufenden Kosten der Immobilie. Zusätzlich behält er einen Sicherheitspuffer von 10 Prozent des Nettoeinkommens zurück. Was übrig bleibt, ist der Betrag, der für eine Kreditrate zur Verfügung steht – begrenzt auf höchstens 40 Prozent des Nettoeinkommens.

Im zweiten Schritt wird aus dieser Rate die mögliche Darlehenssumme berechnet. Beim Annuitätendarlehen gilt: Jahresrate geteilt durch die Summe aus Sollzins und anfänglicher Tilgung ergibt die Darlehenshöhe. Im dritten Schritt kommt dein Eigenkapital hinzu. Weil davon auch die Kaufnebenkosten bezahlt werden müssen, rechnet der Rechner diese heraus und zeigt dir den Kaufpreis, der am Ende realistisch ist.

Was eine Monatsrate an Darlehen ermöglicht

Die folgende Tabelle zeigt, welche Darlehenssumme sich bei einem Sollzins von 3,9 Prozent aus verschiedenen Monatsraten ergibt – einmal mit 2 und einmal mit 3 Prozent anfänglicher Tilgung:

Monatliche RateDarlehen bei 2 % TilgungDarlehen bei 3 % Tilgung
1.000 €203.390 €173.913 €
1.250 €254.237 €217.391 €
1.500 €305.085 €260.870 €
2.000 €406.780 €347.826 €
2.500 €508.475 €434.783 €

Sollzins 3,9 % p. a., Werte gerundet. Eine höhere Tilgung senkt die mögliche Darlehenssumme, verkürzt aber die Laufzeit deutlich.

Ein Beispiel: Ein Paar mit einem Kind hat 4.500 Euro netto im Monat. Nach 1.750 Euro Lebenshaltung, 500 Euro Fixkosten, 400 Euro Hausnebenkosten und 450 Euro Puffer bleiben 1.400 Euro für die Rate. Das ergibt bei 3,9 Prozent Zins und 2 Prozent Tilgung ein Darlehen von rund 285.000 Euro. Mit 60.000 Euro Eigenkapital und 10 Prozent Nebenkosten liegt der realistische Kaufpreis bei gut 313.000 Euro.

Die Kosten, die beim Budget oft vergessen werden

Viele Käufer vergleichen die künftige Kreditrate nur mit ihrer bisherigen Miete. Dabei entstehen im Eigenheim Kosten, die bisher der Vermieter getragen hat. Plane deshalb realistisch ein:

  • Instandhaltungsrücklage: Für ein Haus sind je nach Alter etwa 1 bis 2 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche im Monat sinnvoll, für ältere Gebäude eher mehr. Bei Eigentumswohnungen fließt die Rücklage über das Hausgeld.
  • Grundsteuer und Gebäudeversicherung: Diese Kosten fallen jährlich an und sind je nach Kommune und Objekt sehr unterschiedlich.
  • Energie und Heizung: Gerade bei unsanierten Bestandsimmobilien können die Energiekosten deutlich über denen einer gut gedämmten Mietwohnung liegen.
  • Absicherung: Eine Risikolebensversicherung und gegebenenfalls eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützen die Familie, falls ein Einkommen wegfällt.

Wie Banken dein Budget beurteilen

Banken erstellen eine eigene Haushaltsrechnung. Sie setzen dabei häufig Pauschalen für die Lebenshaltung an, die je nach Institut und Haushaltsgröße unterschiedlich ausfallen, und berücksichtigen nur Einkommen, die dauerhaft und nachweisbar sind. Befristete Arbeitsverträge, Probezeiten, Elternzeit oder schwankende Einkünfte werden oft vorsichtiger bewertet. Beamte profitieren dagegen von ihrer sicheren Anstellung, Selbstständige müssen ihr Einkommen meist über mehrere Jahre belegen. Mehr dazu findest du auf unseren Seiten zur Baufinanzierung für Beamte und zur Baufinanzierung für Selbstständige.

Deine Bonität spielt ebenfalls eine Rolle: Sie beeinflusst den Zinssatz – und damit direkt, wie viel Darlehen aus derselben Monatsrate möglich ist. Ein halber Prozentpunkt Zinsunterschied verändert die mögliche Darlehenssumme bei gleicher Rate um mehrere Zehntausend Euro.

So erweiterst du deinen finanziellen Spielraum

  • Förderprogramme nutzen: Zinsgünstige KfW-Darlehen, etwa für Familien oder beim Kauf sanierungsbedürftiger Bestandsimmobilien, senken die Gesamtbelastung.
  • Eigenkapital gezielt aufbauen: Jeder zusätzliche Euro Eigenkapital verbessert Beleihungsauslauf und Zinssatz. Auch ein Bausparvertrag kann dazu beitragen.
  • Laufende Kredite ablösen: Ein abbezahlter Autokredit erhöht den Spielraum für die Baufinanzierung spürbar.
  • Tilgung flexibel gestalten: Ein vereinbarter Tilgungssatzwechsel erlaubt eine niedrigere Rate in der Familienphase und eine höhere Tilgung, wenn das Einkommen steigt.

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Häufige Fragen

Wie viel Prozent des Nettoeinkommens darf die Kreditrate betragen?

Als Richtwert gelten 35 bis 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens. Entscheidend ist aber, dass nach Abzug aller Ausgaben noch ein ausreichender Puffer bleibt – bei geringeren Einkommen kann schon eine niedrigere Quote zu hoch sein.

Zählt Kindergeld zum Einkommen?

Viele Banken berücksichtigen das Kindergeld bei der Haushaltsrechnung, setzen im Gegenzug aber auch höhere Lebenshaltungskosten für Kinder an. Befristete Leistungen wie Elterngeld werden dagegen meist nicht dauerhaft angerechnet.

Warum rechnet der Budgetrechner mit einem Sicherheitspuffer?

Weil sich Lebenssituationen ändern: Reparaturen, Kinder, Jobwechsel oder steigende Energiekosten sollten nicht sofort zu Zahlungsschwierigkeiten führen. Der Puffer von 10 Prozent des Nettoeinkommens schafft dafür Spielraum.

Wie viel Eigenkapital sollte ich mitbringen?

Mindestens die Kaufnebenkosten sollten aus Eigenkapital bezahlt werden, besser zusätzlich 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises. Wie sich Eigenkapital auf die Konditionen auswirkt, erklären wir auf unserer Seite zum Eigenkapital.

Ist der ermittelte Kaufpreis eine Zusage der Bank?

Nein. Der Rechner zeigt einen realistischen Rahmen auf Basis deiner Angaben. Ob und zu welchen Konditionen eine Bank finanziert, hängt von ihrer eigenen Prüfung von Einkommen, Bonität und Immobilie ab.

Was mache ich, wenn das Budget nicht für meine Wunschimmobilie reicht?

Prüfe, ob Förderprogramme, ein höherer Eigenkapitalanteil oder eine längere Laufzeit helfen können. Ein Finanzierungsexperte kann verschiedene Varianten durchrechnen und zeigen, welche Stellschrauben in deinem Fall am meisten bewirken.

Über diese Inhalte

Erstellt und geprüft von der Redaktion dein-hauskredit.de nach unseren redaktionellen Auswahlkriterien. Stand: 15. September 2026.

Quellen:

dein-hauskredit.de ist eine unabhängige Informationsplattform und vermittelt Anfragen kostenlos an ein Netzwerk von Finanzierungsexperten. Wir beraten nicht selbst. Die Inhalte ersetzen keine individuelle Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Angaben ohne Gewähr – maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen der Banken und Förderinstitute.

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